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Erste Hilfe bei Säugling und Kleinkind: Knochenbrüche, Verrenkungen, Verstauchungen, Prellungen

Knochenbrüche sind aufgrund der Besonderheiten des kindlichen Knochens eher selten. Hinweise darauf sind Schwellung, Schmerzen, Schonhaltung, Fehlstellung.

Knochenbrüche (Frakturen)

Wenn nun doch einmal der Frakturverdacht besteht, ist es wichtig, keine Manipulationen vorzunehmen! Soweit es bei einem Kind in dieser Situation (Schmerzen und Aufregung) möglich ist, Arm/Bein ruhigstellen (ggf. Schienung - hier ist schon manchmal die elterliche Kreativität gefragt). Die Knochenhaut ist gut innerviert und daher (leider) sehr schmerzempfindlich. Daher ist u.a. auch die Ruhigstellung hilfreich und sinnvoll. Außerdem können scharfkantige Bruchenden Weichteile und Gefäße verletzen. Schließlich droht bei „offenen“ Frakturen Infektionsgefahr → daher sauber verbinden und ruhigstellen → immer zum Arzt oder in die Klinik zur weiteren fachmännischen Versorgung der Verletzung (Chirurgie!)


Verrenkungen

Meistens im Ellenbogenbereich. Symptome: u.a. Schmerzen, Schonhaltung, Fehlstellung, Bewegungseinschränkung. Maßnahmen: Beruhigung, Ruhigstellung und am besten keine Manipulation. Sofort Klinik oder Arzt aufsuchen!

Verstauchungen

Im Kindesalter eher selten. Symptome: Schmerzen, (Schonhaltung), Schwellung. Maßnahmen: Beruhigung, Ruhigstellung, Stützverband; bei starken Schmerzen und Schwellung sofort Klinik oder Arzt aufsuchen!

Einklemmungen / Prellungen

Man sollte eine orientierende Prüfung auf Knochenbrüche (Fehlstellung der Extremität?) vornehmen. Ansonsten Untersuchung der betroffenen Stelle auf Schwellung/Bluterguss/Schmerzen. In den meisten Fällen ist Kühlen und Hochlagern unmittelbar hilfreich, weil es ein weiteres Anschwellen (dies ist nämlich meistens mit zunehmenden Schmerzen verbunden) verhindert und auch die schon vorhandenen Schmerzen meistens etwas lindert. Nach der Beruhigung des Kindes sollte nach einer Weile eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden, um eine genauere Abschätzung der Verletzung zu erreichen. Sollte keine Besserung eintreten oder gar Verschlechterung vorliegen → Arzt / Klinik oder ggf. 112 anrufen.

Hinweis: Auch wenn die aufgeführten Handlungsanweisungen nach bestem Wissen erstellt wurden,gibt es jedoch keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit. Oftmals ist es bei medizinischen Notfällen viel besser, wenn ein anwesender Laie Hilfe leistet, als wenn gar nichts passiert. Im Zweifelsfall und bei entsprechender drohender gesundheitlicher Gefahr bzw. körperlichen Schädigungen, sollte man sich nicht scheuen - eventuell auch zeitnah - den Rettungsdienst bzw. einen Arzt oder eine Klinik zur Unterstützung hinzuzuziehen.
Nur solche speziell ausgebildeten Fachleute sind im Einzelfall in der Lage, die Schwere der Erkrankung bzw. Gefährdung richtig einzuschätzen, danach zu handeln und haben neben den Kenntnissen und Fertigkeiten auch die notwendigen medikamentösen und/oder apparativen/technischen Hilfsmittel, um entsprechende Behandlungen vorzunehmen.

 
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