Ursächlich sind für diese Verletzungsart: heiße Flüssigkeiten/Dämpfe bzw. offenes Feuer, Grill, Heizung, Herdplatten etc.
Der Unterschied ist die Ursache, die Wirkung, d.h. die Folgen sind meist ähnlich. Eine Verbrennung entsteht durch eine thermische Einwirkung von außen durch eine Flamme oder von innen durch einen Elektrounfall, eine Verbrühung entsteht durch die Einwirkung heißer Flüssigkeiten oder Dämpfe.
Wir unterscheiden eine Verletzung verschiedener Schweregrade. Die häufigsten Fälle betreffen Grad I und II, die Grade III und IV sind selten.
Grad I bedeutet eine flächige Hautrötung, bei Grad II kommt zusätzlich noch eine Blasenbildung der Haut hinzu. Grad III und IV stehen für Nekrosenbildung (d.h. die Haut stirbt ab) bis hin zur Verkohlung.
Bei der im folgenden beschriebenen Vorgehensweise ist die Einhaltung der Reihenfolge wichtig, um eine weitere Schädigung durch „Nachbrennen“ (d.h. fortbestehende Hitzeeinwirkung) zu verhindern.
Als erste Handlung die Hitzequelle ausschalten, d.h. das Feuer löschen bzw. die brennende, glühende oder mit heißem Wasser/Tee getränkte Kleidung entfernen bzw. den Kontakt zur Hitzequelle (z.B. heiße Herdplatte unterbrechen/beenden).
Die betroffenen Hautregionen langfristig (d.h. für ca. 20 min) mit kühlem (ca.15°C) Wasser abduschen.
Anschließend den Patienten in die Rettungsfolie aus dem Verbandskasten einwickeln – die goldene/silberne Seite zum Kind hin – oder einen Verband anlegen bzw. in ein sauberes Tuch einwickeln und zum nächsten Arzt/Krankenhaus bringen.
Bei großflächigen Verbrennungen/Verbrühungen (anhaltsmäßig >10% der Körperoberfläche) sollte der Notruf 112 eingeschaltet werden, denn es drohen Kreislaufreaktionen (Ab 10% der Körperoberfläche bei Grad I & II sowie ab 2% ab Grad III ist eine stationäre Aufnahme erforderlich – ab 20% - bei Kindern ab 12% ist eine Behandlung auf der Intensivstation, ggf. in einem speziellen Zentrum für Verbrennungen notwendig).
Was sollte man nicht tun?
- Salben, Puder, Öl etc. auf die Wunde aufbringen, denn es kommt zu Verklebungen und die Hitze kann nicht ausreichend entweichen.
- Eis oder Eiswasser aufbringen, denn das kann zu Kälteschäden führen, außerdem kommt es nach der Kälte zu einer Mehrdurchblutung. Dies bedeutet: zunächst lassen die Schmerzen nach, sind dann aber stärker.
Eine Behandlung in einer Klinik ist insbesondere dann wichtig, wenn die Gesichts- und Genitalregion betroffen ist, wenn die Verbrennungsfläche groß (>8% Körperoberfläche) und wenn Verbrennungen II und III Grades vorliegen.
Hinweis: Auch wenn die aufgeführten Handlungsanweisungen nach bestem Wissen erstellt wurden,gibt es jedoch keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit. Oftmals ist es bei medizinischen Notfällen viel besser, wenn ein anwesender Laie Hilfe leistet, als wenn gar nichts passiert. Im Zweifelsfall und bei entsprechender drohender gesundheitlicher Gefahr bzw. körperlichen Schädigungen, sollte man sich nicht scheuen - eventuell auch zeitnah - den Rettungsdienst bzw. einen Arzt oder eine Klinik zur Unterstützung hinzuzuziehen.
Nur solche speziell ausgebildeten Fachleute sind im Einzelfall in der Lage, die Schwere der Erkrankung bzw. Gefährdung richtig einzuschätzen, danach zu handeln und haben neben den Kenntnissen und Fertigkeiten auch die notwendigen medikamentösen und/oder apparativen/technischen Hilfsmittel, um entsprechende Behandlungen vorzunehmen.
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