Gerade beim ersten Kind sind frischgebackene Eltern oft unsicher, welche Medikamente in der Hausapotheke unbedingt vorhanden sein sollten und welche überflüssig sind. Der Kinderarzt wird hierzu gerne jederzeit Auskünfte erteilen.
Unbedingt sollten Sie in Babys Apotheke ein Fieberthermometer haben. Für Säuglinge eignen sich vor allem digitale Ohrthermometer gut, da sie schnell und ohne Probleme messen und für das Kind angenehmer sind als klassische. Zu den Ohrthermometern gibt es sterile Aufsätze, welche nach jedem Messvorgang gewechselt werden sollten.
Zur Grundausstattung der Apotheke gehören auch Pflaster in verschiedenen Größen und Formen. Sie sollten leicht ablösbar und wasserfest sein, um kleinere Blessuren und Wunden schnell versorgen zu können. Vor allem bei Babys, die noch alles in den Mund stecken, sind wasserfeste Pflaster sinnvoll.
Neben den Pflastern sind auch Mullbinden und sterile Kompressen empfehlenswert, um beispielsweise den Nabel steril abdecken zu können. Mit den Kompressen können Sie auch kleinere Verletzungen erstversorgen.
Besonders in den kälteren Jahreszeiten empfiehlt es sich für Sie, einen Nasensauger griffbereit zu haben. Ihr Baby kann sich die Nase noch nicht putzen, und durch die Verschleimung fühlt es sich unwohl und wird unruhig. Auch speziell für Säuglinge hergestellte Nasentropfen sollten Sie stets vorrätig haben, um die Nase nachts frei zu halten, damit ihr Kind ruhig schlafen kann.
Hustensaft können Sie auch einlagern, um bereits bei den ersten Hustenanzeichen wirkungsvoll eingreifen zu können. Nach Verschlechterung oder zu lang anhaltendem Krankheitszustand sollten Sie jedoch in jedem Fall ein Kinderarzt hinzuziehen.
Eine Kindernagelschere mit runden, aber scharfen Klingen sollte ebenso wie eine feine Pinzette nicht fehlen. Die Nagelpflege der Kleinen ist sehr wichtig, da sie sich durch unkontrollierte Bewegungen die Haut vor allem im Gesicht zerkratzen können. Etwa einmal pro Woche sollten Sie die Nägel kürzen, jedoch nicht zu kurz, um Verletzungen zu vermeiden.
Neben den äußerlich anwendbaren, benötigten Utensilien sind auch einige Medikamente von Bedeutung. Verschiedene Magen-Darm Mittel können Ihnen helfen, Koliken oder Blähungen zu behandeln. Pflanzliche Produkte wie Fencheltee oder Milchzucker können leichte Magenverstimmungen beheben und Ihrem Baby wieder Wohlbefinden vermitteln. Entschäumende Mittel wie Sab Simplex oder verstopfungslösende Zäpfchen können nach Dosierungsanleitung verabreicht werden. Sie sorgen für schnelle Hilfe bei akuten Bauchschmerzen oder Verstopfungen. Die entschäumend wirkenden Tropfen Sab Simplex können täglich bei den Mahlzeiten verabreicht werden, um Blähungen und dadurch entstehenden Koliken vorzubeugen. Sie schmecken süß und werden von den meisten Kindern gut aufgenommen. Auch bei älteren Kindern empfiehlt es sich, die Tropfen stets vorrätig zu haben, da sie auch bei leichten Vergiftungen durch Spülmittel oder Shampoo hilfreich sind und den Magen entschäumen.
Fieber- und Schmerzzäpfchen sind in verschiedenen Dosierungen erhältlich, wobei die geeignete mit dem behandelnden Kinderarzt abgesprochen werden sollte, um eine Überdosierung zu vermeiden.
In den Sommermonaten sollten Sie an leichte, auf Babys haut abgestimmte Insektenschutzmittel sowie an Sonnenschutzmittel denken. Diese schützen die empfindliche Haut des Kindes.
Auch für die Zahnungsphase sollten Sie unterstützende Mittel in der Apotheke haben. Osanit-Kügelchen greifen auf homöopathischer Basis und werden als Kügelchen unter die Zunge gelegt, um akute Zahnungsbeschweren abklingen zu lassen. Auch ein Zahnungsgel ist anwendbar, es wird auf die empfindlichen und geschwollenen Zahnfleischregionen aufgetragen, wo es betäubend und beruhigend wirkt. Beide Mittel gegen Zahnungsbeschwerden sind frei in Apotheken und Drogerien erhältlich.
Neben den schulmedizinischen Medikamenten können Sie auch einige homöopathische Mittel in Babys Apotheke unterbringen. Mittel gegen Schocks, welche Sie nach Unfällen verabreichen können, sind sehr empfehlenswert, aber auch gegen andere akuten Krankheitszustände gibt es passende Globuli.
Nicht empfehlenswert ist es, dem Baby Medikamente für Erwachsene zu verabreichen. Keinesfalls sollten Sie Acetylsalicylsäure-haltige Medikamente in der Babyapotheke haben, da diese Schädigungen von Leber und Gehirn verursachen können. Auch sollten Sie verschreibungspflichtige Medikamente nur für die Dauer der Erkrankung anwenden und danach Reste entsorgen. Ebenfalls sollten Sie abgelaufene Medikamente entsorgen.
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