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Plötzlicher Kindstod

Der plötzliche Kindstod (häufig wird auch die Abkürzung für den englischen Begriff gewählt, also SIDS für sudden infant death syndrome) ist dadurch definiert, dass die Klärung des Zustandekommens keine wirkliche Ursache ergibt, es handelt sich also um eine Ausschlussdiagnose, nachdem andere gängige Möglichkeiten (z.B. eine schwere Infektion) nicht in Frage kommen.

Auch wenn man die Ursachen nicht kennt, so hat man doch durch umfassende Untersuchungen feststellen können, welche Bedingungen ungünstig sind, d.h. im Nachhinein ungünstige Faktoren herausgearbeitet. Dies heißt im Umkehrschluss, dass man das Risiko für das Auftreten eines plötzlichen Kindstodes (das Hauptalter in dem das Problem auftritt ist das erste Lebensjahr, aber der SIDS wird auch danach noch beobachtet) dadurch reduzieren kann, dass man entsprechende Dinge tut bzw. unterlässt.

Folgende Faktoren hat man als ungünstig bewertet:

  • Frühgeburtlichkeit
  • Tod eines Geschwisterkindes an SIDS
  • Rauchen innerhalb der Wohnung
  • Überleben eines Beinahe-Todesfall (Near missed SIDS)
  • Bauchlage im Bett
  • Schlafen im Elternbett

Hieraus leiten sich folgende Empfehlungen für den Umgang mit den Säuglingen ab:

  • Rückenlage beim Schlafen (dies soll z.T. einen Rückgang von über 50% ausmachen)
  • Nicht unter einer (dicken) Decke schlafen lassen. Mittlerweile haben sich Schlafsäcke als geeignet herausgestellt, wobei hierbei die richtige Größe gemessen an der Körpergröße des Kindes wichtig ist, damit der Säugling nicht hineinrutscht.
  • Im Elternschlafzimmer, aber im eigenen Bett schlafen lassen
  • Beim Schlafen Zimmertemperatur von 16-18°C (ob dem Baby zu warm bzw. zu kalt ist, kann man am Rücken fühlen)
  • Rauchfreie Umgebung (Achtung: der Rauch bzw. die Schadstoffe sammeln sich in der Kleidung des Rauchers und werden vom Kind "aufgenommen", wenn man es auf dem Arm trägt)
  • Stillen bis zum 6. Lebensmonat
  • Wenn man einen Schuller verwendet, dann sollte man dies konsequent also immer tun
  • Ein Monitor zur Überwachung des Säuglings sollte bei vorher abgelaufenem Near missed SIDS und/oder nach Tod eines Geschwisterkindes an SIDS zum Einsatz kommen.

Es sei noch einmal betont, dass alle diese Maßnahmen nur Möglichkeiten darstellen, die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des plötzlichen Kindstodes zu reduzieren. Da eine wirkliche kausale Ursache noch nicht bekannt ist, kann man entsprechend auch keine hundertprozentige Sicherheit erlangen. Im Zweifelsfall sollte man sich von seinem Hausarzt oder Kinderarzt beraten lassen, der ggf. noch weitere bestehende Risiken erkennen bzw. ausschließen oder behandeln kann.

 
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