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Babysitter - das erste Loslassen

 

Jetzt ist es also soweit. Man hält das eigene kleine Baby in seinen Händen. Es ist noch ganz zart und zerbrechlich. Da kann man sich kaum vorstellen, es jemals aus der Hand zu geben. Aber auch die ersten Monate gehen vorbei und man gewöhnt sich an den neuen Zustand der Dreisamkeit.

Dann ändert sich der Fokus auchzunehmend wieder und man hat nicht nur 24 Stunden das Baby und dessen Bedürfnisse im Blick, sondern macht sich auch langsam wieder Gedanken über die Anteile des eigenen Lebens, die während der Schwangerschaft (bedingt durch die körperliche Einschränkung oder das Unwohlsein) und den ersten Monaten danach stark in den Hintergrund getreten sind.

 

So ist es ganz natürlich, auch mal wieder Zeit für sich haben zu wollen. Man möchte vielleicht mal ins Kino oder ins Theater, ausgedehnt Sport im Fitnessstudio treiben oder sich einen Wellnesstag gönnen.

Alles berechtigte Wünsche, die aber die vorherige Klärung der Versorgung des Kleinen erfordern.

Jetzt kommt natürlich die Qual der Wahl. Wem vertraue ich das kleine hilflose Geschöpf an? Sofern man die Möglichkeit hat, sind häufig die Großeltern die erste Überlegung. Sofern diese nah genug wohnen und auch von den zeitlichen und körperlichen Gegebenheiten in der Lage sind, ist das natürlich ein guter Gedanke.Die Großeltern sind in der Regel ja ohnehin bekannte Bezugspersonen, die dem Baby und insbesondere auch später dem Kleinkind durch ihre Vertrautheit die nötige Sicherheit vermitteln.

Auch andere nahestehende Verwandte wie Onkel und Tanten des Kindes sind natürlich ebenso geeignet, sofern sie sich der Aufgabe (aber das gilt ja nun einmal grundsätzlich für jeden Babysitter) gewachsen fühlen. Manchmal ist es auch der Kostenfaktor, der die "jungen" Eltern dazu bringt, die eigene Familie zu Beaufsichtigung einzuspannen, denn mehr oder weniger "professionelle" Babysitter kosten Geld.

Außerdem weiß man nie so genau, was man bekommt. Sein Baby in "fremde" Hände zu geben ist halt Vertrauenssache. Es ist wohl immer so eine Mischung aus eigener Erfahrung mit der jeweiligen Person, Empfehlungen aus dem Freundeskreis und zuletzt die Portion Bauchgefühl, die einem sagt, was stimmig ist oder nicht.

Für die Kinder ist natürlich eine regelmäßig wiederkehrende Bezugsperson hilfreich, da sich das kleine Wesen nicht andauernd auf ein neues Gegenüber einstellen muss, andererseits ist ein kleinerer fester Kreis von Babysittern nicht verkehrt, damit sich das Baby oder Kleinkind nicht zu sehr auf eine Person "festlegt".

Wie entscheidet man sich nun? Zum einen sind es die persönlichen Möglichkeiten (z.B. Großeltern in greifbarer Nähe) und der finanzielle Rahmen (Kann ich mir einen außerfamiliären Babysitter überhaupt leisten!?), die über die Wahl des Babysitters entscheiden, auf der anderen Seite das oben angesprochene Bauchgefühl. Wenn ich nämlich kein gutes Gefühl bei der Betreuungsperson habe, kann ich den Abend der Zweisamkeit in der Oper wohl kaum genießen. Wer da die richtige Person ist, entscheidet man natürlich selber, häufig sind aber grundlegende Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis hilfreich.

 
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