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Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren (29 Regeln für eine kluge Erziehung)

Ratgeber zur Erziehung von Kindern sind ein zeitloses Thema für Buchautoren der verschiedensten beruflichen Herkunft. Dr. Rolf Arnold ist Professor für Pädagogik und neben der Lehrtätigkeit an mehreren Universitäten und an der Pädagogischen Hochschule in Luzern unter anderem auch als Buchautor tätig.

In seinem Buch "Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren" versucht der Autor auf etwa 170 Seiten in kurzer und damit übersichtlicher und prägnanter Form, Grundregeln für den Umgang mit seinen Kindern aufzustellen, im Untertitel des Buches heißt es dazu "29 Regeln für eine kluge Erziehung". Professor Arnold setzt bei grundlegenden Aspekten an und vertritt die Ansicht, dass erst einmal eine entsprechende Beziehung zum jeweiligen Kind geschaffen werden muss und erst dann Erziehung überhaupt möglich wird.

Er setzt nicht bei globalen und übergeordneten Themen an wie der "modernen Gesellschaft mit ihren Medien", weil die Problematik dann auf eine höhere und abstrakte Ebene gehoben wird. Man fühlt sich dann eher als "Opfer der Umstände" und sieht sich selbst nicht mehr als handlungsfähig. Diese Einsicht in die persönlichen Möglichkeiten und den Einfluss, den man selbst ausüben kann aber, sieht er als grundsätzlich wichtig an, um Erziehung möglich zu machen.

In diesem aktuellen Buch befasst sich der Pädagoge mit einer Vielzahl von "Regeln" und Empfehlungen. Natürlich kann man das Rad nicht immer wieder neu erfinden, das gilt ebenso wie in vielen anderen Bereichen auch für die Erziehung und den Umgang mit Kindern.

Und dennoch werden - für meinen persönlichen Geschmack - in diesem Buch zu viele andere Autoren angeführt, ja sogar sätzelang zitiert und deren Ansichten fließen in die Ausführungen von Prof. Arnold ein. Positiv ist das Darstellen von "Beispielgeschichten", so dass der Leser anhand von realen Situationen die nachfolgend erteilten Empfehlungen besser nachvollziehen und im besten Fall anschließend auch umsetzen kann.

Die unterschiedlichsten Hinweise und Anregungen werden dem interessierten Konsumenten dieser Lektüre angeboten. Es geht um klassische Themen wie den Einsatz von Konsequenzen ebenso wie den Rat, Überraschungsmomente zu nutzen. Es geht um die unterschiedlich detaillierte bzw. "intensive" Sichtweise eines Betrachters (hier des Erziehenden) gegenüber dem Kind. Der Autor geht auf Fragen ein, die eher den Umgang mit (jüngeren) Kindern betreffen, widmet sich aber auch Aspekten, die eher (pubertierende) Jugendliche in den Blick nehmen.

Insgesamt handelt es sich aufgrund der kurz gefassten Schreibweise um eine leicht verdauliche Lektüre, die als eher hilfreich für grundlegende Erziehungsfragen ist, zu denen man kurz etwas nachschlagen möchte. Tiefergehende Hintergründe werden nicht näher beleuchtet, ansonsten habe ich nötige Kritikpunkte oben angemerkt.

 
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