Therese Steiner ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und hat daneben u.a. eine Ausbildung in Hypnose und Familientherapie und war an verschiedenen Veröffentlichungen beteiligt. Dieses Buch der Autorin ist u.a. an Erzieher und Mitarbeiter sozialer Einrichtungen gerichtet.
Dabei geht es um die Vermittlung methodischer Vorgehensweisen beim Aufbau und der Umsetzung eines lösungsorientierten Gespräches im pädagogischen, beratenden oder auch therapeutischen Setting. Ein Schwerpunkt liegt dabei in dem ca. 250 Seiten starken Buch auf einer "Frequently answered questions"-Rubrik, die Fragen behandelt, die ihr in der alltäglichen praktischen Arbeit halt häufig gestellt bzw. von ihr beantwortet werden bzw. wurden.
Grundlegend für das Buch ist die Zusammenarbeit mit den leider mittlerweile verstorbenen Insoo Kim Berg und Steve de Shazer, die mit "ihrem" Brief Family Therapy Center in Milwaukee (USA) die lösungsfokussierte Vorgehensweise federführend entwickelt bzw. vorangetrieben haben.
Therese Steiner beginnt ihr Buch ausgehend von der Erläuterung des "Milwaukee-Modells". Dabei geht es um Grundannahmen wie der des "Klienten" als Experten für sein Problem. Auch dass man das Problem nicht verstehen muss, um eine hilfreiche Veränderung zu bewirken und dass man nur an solchen Dingen "arbeiten" soll, die der Hilfesuchende auch als "veränderungswürdig" ansieht, wird hier vermittelt.
Nach dieser Einleitung geht es dann erst einmal ausführlich um das Thema Kommunikation. Wie das ganze Buch über wird auch hier das Einbauen von realen Gesprächssequenzen zur Verdeutlichung von Vorgehensweisen genutzt. Weitere Themen die in den nachfolgenden 8 Kapiteln behandelt werden sind u.a. der Beginn einer beratenden Tätigkeit, die Fortführung nach einem erfolgreichen Start und die Erläuterung besonderer weiterführender Kommunikationstechniken.
Es werden spezielle Techniken, die in der systemischen Arbeit regelmäßig Verwendung finden, vorgestellt und mit Beispielen untermauert. Hierzu gehören z.B. die Externalisierung, die Visualisierung und das Reflecting Team.
In den nachfolgenden Kapiteln (Fünf und sechs) geht es um regelmäßig auftretende und "anspruchsvolle" Kontexte wie z.B. die Unfreiwilligkeit, Konflikte zwischen Kindern oder Rückfälle. Ferner wird auf besonders herausfordernde Situationen eingegangen wie beispielsweise die "gerne gehörte" Antwort "Ich weiß nicht...". Im weiteren Verlauf wird der Aspekt der beteiligten Eltern angesprochen und versucht, Verständnis für deren Situation zu vermitteln.
Im vorletzten Kapitel geht es schließlich um Selbstwirksamkeit, bevor es abschließend um Spielen geht. Hierbei geht es darum, die Bedeutung des Lernens der Kinder über das Spiel zu nutzen. Für jüngere Kinder ist oft das Spiel sogar wichtiger als das "Gespräch". Das funktioniert laut der Autorin nur, wenn das "spielerische Tun" seine Leichtigkeit nicht verliert und dadurch als positiv erlebt wird.
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