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Disziplin ohne Tränen

Tag für Tag hört man in der Familie, bei Freunden, Bekannten und in der Firma von Meinungsverschiedenheiten der Schüler und ihrer Eltern bzgl. der Herangehensweise der Lehrer. Respektvoller Umgang sieht vielerorts anders aus, als die Strategien, die praktisch gelebt werden. Abgesehen von der scheinbar immer weiter zunehmenden (körperlichen) Gewalt dominieren teilweise fast endlose Diskussionen das Bild vom schulischen Alltag und täglichen Miteinander.

Statt gemeinsam zum Wohl des Kindes an einem Strang zu ziehen scheinen Missgunst, Kritik und Unverständnis an der Tagesordnung zu sein. Dieser ungünstigen Situation will man mit diesem Buch entgegenwirken. Mit einem Konzept zu einer "partnerschaftlichen Erziehung" soll es gelingen, die nötige (und vielerorts leider mehr oder weniger kaum noch vorhandene) Disziplin wieder zu etablieren.

Aufgebaut auf Respekt und Verständnis für das Gegenüber sollen hilfreiche Strategien und Ansätze für den Umgang miteinander im schulischen Setting, wie auch im privaten Bereich, vermittelt werden. In verschiedenen Kapiteln, die für sich recht kurz und damit auch übersichtlich gehalten sind, werden bedeutsame Werte in der (schulischen) Erziehung aufgegriffen.

Stichworte wie Überforderung im Unterricht, Stärkung des kindlichen Selbstvertrauens oder verschiedene Aspekte des Konkurrenzdenkens in der Klasse werden angesprochen. Statt Strafen einzusetzen lieber die Kinder über nachvollziehbare, weil logische, Konsequenzen zur Einsicht zu bewegen ist eine vermittelte Herangehensweise.

Es werden Konfliktlösestrategien erläutert und anhand von einer Differenzierung in vier "Gründen" (als Ursache für kindliches Fehlverhalten) Beispiele erläutert, wie ein Kind handelt, aus der "falschen Annahme" heraus, es sei hilfreich und was im günstigen Fall der entsprechende Erwachsene als Reaktion darauf tut. Als wichtig wird das Ermutigen der Kinder zu wohlwollendem, kooperativem und konstruktivem Verhalten als Ziel der Handlungen angesehen.

Auch wenn es natürlich immer einfacher gesagt als getan ist, so finde ich die vermittelten Ansätze schon positiv und man kann sich durchaus vorstellen, damit Erfolg zu haben und negative "Kreisläufe" wie z.B. Machtspiele zu unterbrechen und auf ein förderliches Niveau zu heben. So gefällt mir die Sichtweise (und die Erfahrung bestätigt diese Denkweise wirklich), dass Kinder zwar gut beobachten können, sich aber oft schwer tun, das Gesehene in das Gesamtkonzept des Lebens einzuordnen. Eben um diesen Schritt gelingen zu lassen, benötigen sie einen wohlwollenden Partner.

Wenn es dem erwachsenen Leser dieses Buches gelingt, Aspekte der vermittelten Sichtweise anzunehmen und in den Alltag zu integrieren, sollte es in Zukunft im Umgang mit (schwierigen) Kindern (etwas) leichter klappen...

Disziplin ohne Tränen

 
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