Das Leben im multimedialen Zeitalter ist sicherlich keine leichte Angelegenheit aus Sicht der Eltern wenn es darum geht, dem Nachwuchs zu vermitteln, welche Rolle der Fernseher im Dasein des Menschen spielt.
Ja, zugegebenermaßen haben sich die Zeiten geändert. Wir hatten damals noch drei TV-Programme und einen Sendeschluss (kennt das heute noch jemand?). Aber auch damals gab es Kinder, die ihren Alltag auf das Fernsehprogramm ausgerichtet haben, wogegen andere Jungs (und auch Mädchen) eher mit dem Fahrrad um die Häuser gesaust sind oder auf dem Bolzplatz Stunde um Stunde dem Ball nachgerannt sind.



Für Kinder, die ja gerade erst im Begriff sind, die Regeln und Abläufe des Lebens zu erlernen ist es kaum möglich ohne Halt gebende Strukturen aus zukommen. Grundlage dieser Strukturen sind Rituale. Unter einem Ritual kann man in diesem Zusammenhang verstehen, dass ein Vorgang oder eine Situation immer wieder gleich bzw. ähnlich gehandhabt wird. Ein gutes Beispiel, dass wir sicherlich noch alle aus unserer Kindheit kennen, ist die "Gute Nacht-Geschichte".