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TV-Konsum

Das Leben im multimedialen Zeitalter ist sicherlich keine leichte Angelegenheit aus Sicht der Eltern wenn es darum geht, dem Nachwuchs zu vermitteln, welche Rolle der Fernseher im Dasein des Menschen spielt.

Ja, zugegebenermaßen haben sich die Zeiten geändert. Wir hatten damals noch drei TV-Programme und einen Sendeschluss (kennt das heute noch jemand?). Aber auch damals gab es Kinder, die ihren Alltag auf das Fernsehprogramm ausgerichtet haben, wogegen andere Jungs (und auch Mädchen) eher mit dem Fahrrad um die Häuser gesaust sind oder auf dem Bolzplatz Stunde um Stunde dem Ball nachgerannt sind.

Heute findet sich bekanntermaßen eine unglaubliche Vielfalt an TV-Sendern mit entsprechenden 24-Stunden-Programmen und auch für die "lieben Kleinen" sind schon (sehr) früh morgens Sendungen vorhanden. Die Frage ist allerdings, und die sollte man sich wirklich stellen, welche Rolle und welchen Stellenwert die Glotze im Leben des Kindes, der Eltern, ja der Familie einnimmt bzw. einnehmen sollte.

Ja, die Flimmerkiste ist ein prima Babysitter, der den Eltern eine gewissen Auszeit einräumt. Das mag auch zu gegebener Zeit und für eine Weile mal legitim sein, aber wenn man die Statistiken über den TV-Konsum der Kinder und Jugendlichen in Deutschland (und da sind ja die anderen "Bildschirmzeiten" an den Konsolen etc. noch nicht mit drin) sieht, ist es schon erschreckend. Zumal wenn es um die Wahl geht. An einem verregneten Herbsttag mal eine Stunde zu schauen ist sicherlich O.K., aber bei bestem Wetter das Spiel mit Gleichaltrigen im Garten oder auf dem Fußballplatz hinter den Platz auf dem Sofa bzw. vor dem TV zu stellen, finde ich schon traurig.

Wir sollten nicht den Einfluss vergessen, den man auf die Kinder hat. Die Fähigkeit, sich anderweitig zu beschäftigen (Buch lesen, Lego spielen, Sport treiben etc.) hat auch etwas damit zu tun, was der Nachwuchs von seinen Eltern vorgelebt bekommt. Wenn man dann noch dazu nimmt, dass der (häufige) TV-Konsum (insbesondere) im Lebensalter bis zu 3 Jahren - auch danach werden nachteilige Effekte gemessen an der Menge der Fernsehzeit diskutiert - eine später auftretende ADHS-Symptomatik ("Zappelphilipp-Syndrom") begünstigen soll, sind wir in der Verantwortung, entsprechend auf unsere Kinder einzuwirken. Es gibt mittlerweile auch Medienratgeber, damit man zumindest altersgerechtes Programm für das Kind zusammenstellen kann.

 
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