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Spaß auch ohne Alkohol: Coole Getränke für die ersten Partys

Partystimmung kommt auch ohne Alkohol auf, und in vielen angesagten Bars werden alkoholfreie Cocktails angeboten. "Solche leckeren Drinks können Jugendliche auch selbst mixen, wenn sie mit Freunden feiern", sagt Regina Herdegen, Präventionsexpertin im AOK-Bundesverband. "Damit ersparen sie sich den Kater am nächsten Morgen."

Um selbst alkoholfreie Cocktails zu mixen, brauchen Jugendliche nur einen Shaker, einen Mixstab und einen Eiscrusher. 50 Rezepte finden sie in der Broschüre "Na toll - Cocktails ohne Alkohol" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die sie sich aus dem Internet herunterladen können. Die Geschmacksrichtungen reichen von erfrischend über süß und exotisch bis hin zu würzig und cremig.

Für den Cocktail "Yellow Submarine" beispielsweise einfach 30 Milliliter Limettensaft, 100 Milliliter Zitronen-Eistee und 40 Milliliter Orangensaft in ein mit Eiswürfeln befülltes Glas füllen. Kurz umrühren, mit frischen Limettenschnitzen oder einer Limettenscheibe am Glasrand dekorieren - und schon ist der Cocktail für eine Person fertig.

"Heiße Liebe" ist schnell gemixt

Auch "Heiße Liebe" lässt sich leicht kreieren, indem man eine Banane, je 200 Milliliter Maracuja- und Orangensaft sowie zwei Esslöffel Haferflocken in einem elektrischen Mixer gut durchmischt. Zum Schluss Sesamsamen als Garnitur über das Getränk streuen. Als Dekoration kann man ein Herz aus rotem Tonpapier ausschneiden, zwei Schlitze anbringen und den Trinkhalm durchstecken.

Alkoholfreie Cocktails sind nicht nur lecker, sondern haben laut Präventionsexpertin Herdegen noch weitere Vorteile: "Damit verliert man nicht die Kontrolle und ist auch nach der Party noch fit."

Drinks sind Dickmacher

Wer auf seine Figur achtet, sollte nicht zu viele Cocktails trinken, da sie meist kalorienreich sind. Noch gehaltvoller sind jedoch alkoholische Getränke. Ein Gramm Alkohol enthält sieben Kilokalorien, während in einem Gramm Zucker lediglich vier Kilokalorien stecken.

Ein Viertelliter Bier liefert etwa 105 Kilokalorien, ein Achtelliter Wein oder Sekt rund 100 Kilokalorien und 0,275 Liter eines Alkopops-Mixgetränks enthalten etwa 200 Kilokalorien. Außerdem sorgt Alkohol dafür, dass körpereigenes Fett langsamer abgebaut wird. Am besten ist es daher, den Durst mit Mineralwasser zu löschen.

In Deutschland trinken junge Menschen im Durchschnitt mit 14 Jahren zum ersten Mal Alkohol, häufig während einer Familienfeier - das hat die BZgA herausgefunden. Bei ihrem ersten Rausch sind Jugendliche durchschnittlich 15,5 Jahre alt. "Dabei sollten Drinks aller Art für Kinder und Jugendliche unter 16 tabu sein", sagt Herdegen. An sie darf laut Jugendschutzgesetz kein Alkohol verkauft werden.

Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren dürfen in der Öffentlichkeit alkoholische Getränke wie Bier, Wein oder Sekt trinken und kaufen. Schnaps oder Mixgetränke, die Branntwein enthalten, sind für diese Altersgruppe noch nicht erlaubt.

Bei Jugendlichen wirkt Alkohol besonders stark

Bei Heranwachsenden kann laut BZgA schon wenig Alkohol gravierende gesundheitliche Schäden anrichten. Das Zellgift wirkt bei ihnen rascher und sie können wesentlich schneller eine Alkoholvergiftung bekommen als Erwachsene.

Das liegt daran, dass sie noch wachsen und ihr Körper daher noch nicht in vollem Umfang ein Enzym produziert, das den Alkoholabbau steuert. Regelmäßiger Konsum oder ein Rausch in jungen Jahren können die Hirnstruktur schädigen und die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit herabsetzen. "Je früher Kinder und Jugendliche beginnen, Alkohol zu trinken, desto größer ist die Gefahr, dass sie später gewohnheitsmäßig trinken oder abhängig werden", warnt Herdegen.

16-Jährige sollten nur wenig Alkohol trinken

Jugendliche ab 16 sollten daher deutlich weniger Alkohol zu sich nehmen als Erwachsene. Für erwachsene Frauen gilt ein kleines Glas Alkohol pro Tag als unbedenklich, für Männer täglich zwei kleine Gläser Alkohol. An mindestens zwei Tagen pro Woche sollten auch Erwachsene ganz auf Alkohol verzichten.

Präventionsexpertin Herdegen appelliert an Eltern, ihren Kindern bis zum Alter von 16 Jahren nicht zu erlauben, Alkohol zu probieren. "Wichtig ist auch, wie Sie sich selbst verhalten und was Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter vorleben", weiß Herdegen.

Auch einmal Nein sagen

Mit Jugendlichen ab 16 Jahren sollten Eltern offen über das Thema sprechen, über gesundheitliche Folgen informieren und klare Regeln aufstellen. So können sie beispielsweise deutlich machen, dass sie es nicht gut finden, wenn der Sohn oder die Tochter betrunken von einer Party nach Hause kommt. "Bestärken Sie Ihr Kind außerdem, auch einmal ‘nein‘ zu sagen. Dazu gehört viel mehr Selbstbewusstsein, als wenn man immer alles mitmacht", sagt die Präventionsexpertin.

Tipps für alkoholfreie Drinks gibt es auf der Website "Kenn Dein Limit".

Quelle: ams

 
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