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Sex in der Schwangerschaft: Erlaubt ist, was gefällt

Sexverbot in der Schwangerschaft! Die Zeiten sind längst passé, als werdenden Müttern und Vätern dieser Rat mit auf den Weg gegeben wurde. Heute gilt: Verläuft eine Schwangerschaft normal, gibt es keine Tabus für den Geschlechtsverkehr.

Alles, was Spaß macht und gefällt, ist auch erlaubt. Entscheidend ist nur, dass beide Partner sich wohl fühlen.

Während es früher hieß, das Baby könne sich im Bauch durch Geschlechtsverkehr verletzen oder Orgasmen könnten vorzeitige Wehen auslösen, ist heute klar: Diese Sorgen sind unbegründet. "Das Kind kann sich beim Geschlechtsverkehr nicht verletzen, selbst dann nicht, wenn der Mann auf dem Bauch der Mutter liegt", sagt Dr. Eike Eymers, Ärztin im AOK-Bundesverband. Anatomisch gesehen befindet sich der Penis des Mannes zwar ganz in seiner Nähe, doch liegt zwischen Scheide und Gebärmutter noch der Muttermund. Muskeln, Gewebesschichten und auch das Fruchtwasser schützen das Ungeborene bestens. Bewegt sich das Baby nach einem Orgasmus stärker, reagiert es gemeinsam mit der Mutter. "Adrenalin und Erregung kommen auch beim Baby an. Aber das ist kein Grund, Schwangerschaft und Sex zu problematisieren", sagt Eymers.

Beratung durch den Gynäkologen

Aufpassen beim Sex müssen Paare nur dann, wenn es Komplikationen gibt. Das sind beispielsweise vorzeitige Wehen, Blutungen, Risikoschwangerschaften wie Mehrlingsgeburten, ein vorzeitiges Öffnen des Muttermundes oder starke Schmerzen. "Der Gynäkologe sollte die werdenden Eltern in jedem Fall in seinen Beratungsgesprächen aufklären, ob es Risiken gibt", sagt Eymers. Außerdem gilt: Besser einmal mehr fragen, wenn Unsicherheiten bestehen. Ein guter Frauenarzt sollte eine Atmosphäre schaffen, in der Paaren dieses Thema nicht peinlich sein muss.

Doch auch wenn es – unter normalen Umständen – überhaupt keine medizinischen Gründe gegen Sex gibt, eine Schwangerschaft verändert das Liebesleben dennoch. Das fängt schon mit dem Wissen an, Eltern zu werden und künftig Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Es reicht über die hormonellen Umstellungen bis zum Wachsen des Bauches. Genauso wie jedes Paar anders ist, wirken sich diese Veränderungen ganz unterschiedlich auf das Liebesleben aus. Bei den einen feuert es die Lust auf Sex geradezu an, andere macht der neue Zustand eher unsicher und sie ziehen sich zurück. "In welche Richtung es auch immer geht - entscheidend ist, dass die Partner offen darüber sprechen, wie sich ihre Gefühle verändern", sagt Eymers.Meist ergeben sich solche Gefühlsumschwünge aus den drei Phasen der Schwangerschaft. Im ersten Drittel stellt der Körper der Frau sich hormonell um. Oftmals sind Frauen dann müde, schlapp und haben mit Übelkeit zu kämpfen. Für das Liebesleben vieler Paare bedeutet das: erst einmal Pause und sich an den neuen Zustand gewöhnen. Andererseits gibt es noch keinen störenden Bauch und die Freude übers Elternwerden kommt hinzu: Manche Paare beflügelt das durchaus zu ausgiebiger Leidenschaft. "In der Regel ist das kein Problem, denn regelmäßiger Sex auch in der frühen Schwangerschaft erhöht im Normalfall nicht das Risiko einer Fehlgeburt, allerdings ist Vorsicht geboten, falls es schon mal eine Fehlgeburt in der Vergangenheit gab", sagt Eymers.

Vermehrte Empfindlichkeit

Im ersten Schwangerschaftsdrittel wachsen die Brüste, die Genitalien sind stärker durchblutet. Das führt gewöhnlich zu einer vermehrten Empfindlichkeit, die unterschiedlich von den Frauen empfunden werden kann – positiv wie negativ. Im zweiten Drittel haben sich die Frauen an die Hormonumstellung gewöhnt und Müdigkeit und Übelkeit lassen nach. Der Bauch ist noch nicht so groß, dass er beim Sex stört – all das führt bei vielen Frauen dazu, dass sie mehr Lust auf Geschlechtsverkehr empfinden. "Oft ist das zweite Drittel eine sehr unbeschwerte Zeit, die die Paare für sich nutzen können", sagt Eymers. Ist der Bauch im letzten Schwangerschaftsdrittel dann erst einmal riesig, wird die Frau zunehmend unbeweglicher und der Geburtstermin rückt näher, lässt die Lust dann bei vielen Paaren wieder deutlich nach.

Doch lässt sich insgesamt in Sachen Sex in der Schwangerschaft ohnehin nichts verallgemeinern. Oftmals ist es auch so, dass der eine Partner mehr Lust entwickelt, der andere dafür weniger. Manchmal haben die Frauen in der Schwangerschaft ganz andere Dinge als Sex im Kopf oder ihr Körper reagiert empfindlicher. Manche Männer haben Angst, das Kind zu verletzen. "Gerade wenn der Bauch wächst, sind Männer manchmal gehemmt und empfinden das Baby als dritten Partner beim Sex", sagt Eymers. Da helfe nur: drüber reden und sich klar machen, dass eine Schwangerschaft einfach alles verändert. Und auch wenn überhaupt kein Geschlechtsverkehr mehr stattfindet, muss daraus kein emotionales Drama werden: "Sprechen Sie an, was sie bewegt, was Sie gerne haben und was gerade nicht." Finden die Paare im Gespräch zueinander und haben keine Angst, über ihre veränderte Sexualität zu sprechen, können sie die Zweisamkeit bis zur Geburt auch mit Streicheln, Kuscheln und Schmusen genießen. Nach der Geburt fängt ohnehin ein ganz neues Leben an.

Quelle: ams

 
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Kommentare  

 
0 #1 Stefanie 2011-10-07 06:38
Bin in der 18.woche und hab nach dem Geschlächtsverk ähr so einen dunklen schmir und mir wurde gesagt das es sich dabei um eine Konntacktblutun g handelt und das ich mir keine sorgen machen soll .na ja aber sorgen mach ich mir trotzdem .... :sad:
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